Die Energiewende in Deutschland kommt gut voran

Energiewende in Deutschland Bild vergrößern (© dpa/picture-alliance) Der erste Monitoring-Bericht der Bundesregierung zur „Energie der Zukunft“ zeigt:
Die Weichen für die Energiewende sind richtig gestellt.
(BMWi, BMU – Stand Juni 2013)

 Im Rahmen des Monitoring-Prozesses „Energie der Zukunft“ bilanziert die Bundesregierung einmal im Jahr die Fortschritte der Energiewende.

Die Energiewende ist eine große Herausforderung, eröffnet aber auch enorme Chancen. In vielen Bereichen wird Neuland betreten. Darum ist es wichtig, die Entwicklung kontinuierlich und detailliert zu beobachten. Zu diesem Zweck hat die Bundesregierung den Monitoring-Prozess ins Leben gerufen. Der Bericht, den Bundeswirtschafts- und Bundesumweltministerium einmal jährlich gemein­sam erstellen, stellt die Fortschritte bei der Erreichung der Ziele und den Stand der Umsetzung der eingeleiteten politischen Maßnahmen dar.

Ein umfassender Fortschrittsbericht wird alle drei Jahre erstellt, erstmals ist das im Jahr 2014 der Fall. Er wird auf der mehrjährigen Datenbasis des Monitoring-Berichts beruhen und bietet Gelegenheit für tiefer gehende Analysen. Der Monitoring-Prozess wird wissenschaftlich begleitet. Eine unabhängige Kommission aus vier renommierten Energieexperten steht den Ministerien beratend zur Seite.

Bilanz der Energiewende

Die Bundesregierung hat sich im Rahmen von Energiekonzept und Energiewende eine Reihe anspruchsvoller Ziele gesetzt. Der erste Bericht zeigt für das Berichtsjahr 2011, dass die Energiewende in allen wichtigen Bereichen auf einem guten Weg ist:

  • Der Energieverbrauch ist rückläufig. Er ging im Jahr 2011 trotz deutlich steigender wirtschaft­licher Tätigkeit kräftig zurück (-4,9 Prozent). Der Bruttostromverbrauch lag 2011 um 1,5 Prozent unter dem Wert des Vorjahres und um 2,1 Prozent unter dem Verbrauch von 2008. Beide Entwick­lungen wurden allerdings durch vergleichsweise milde Temperaturen begünstigt.

  • Der Ausbau der erneuerbaren Energien liegt insgesamt auf Zielkurs. Der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch ist 2011 auf mehr als 12 Prozent gestiegen. Im Strombereich liegt der Ausbau der erneuerbaren Energien über dem Mindestzielkurs. Die erneuerbaren Energien überschritten 2011 erstmals die Marke von 20 Prozent am Bruttostromverbrauch, im ersten Halbjahr 2012 lag der Anteil bei etwa einem Viertel.

  • Die Emissionsminderungen bei Treibhausgasen liegen genau im Zielkorridor der deutschen Klimaschutzziele. Bis zum Jahr 2011 wurde bereits eine Gesamtreduktion der Treibhausgas-Emis­sionen von 26,4 Prozent gegenüber 1990 erreicht.

  • Eine zuverlässige Stromversorgung ist trotz der Abschaltung von acht Kernkraftwerken ge­währleistet. Die Netzsituation in Süddeutschland ist jedoch angespannt. Deswegen wurden mit der aktuellen Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) neue gesetzliche Bestimmungen für die Sicherung von Kraftwerks-Reservekapazitäten getroffen. Die Grundlagen für einen beschleunigten Ausbau der Stromnetze sind gelegt.

Maßnahmen zur Verwirklichung der Energiewende

Auch wenn wir gut vorankommen, stehen wir erst am Anfang eines langen Weges. Um die ambitionierten energie- und klimapolitischen Ziele zu erreichen, sind weiterhin große Anstrengungen erforderlich: Effizienzpotenziale müssen noch besser genutzt werden, um den Energieverbrauch in allen Sektoren weiter  zu senken. Die erneuerbaren Energien müssen weiter ausgebaut, und der Kraft­werkspark dabei so umgebaut werden, dass die Versorgungssicherheit gewährleistet bleibt. Schließlich muss der Ausbau der Netze weiter  forciert werden

Insgesamt sind seit der Verabschiedung des Energiekonzepts rund 160 Maßnahmen angestoßen wor­den. Viele von ihnen konnten bereits innerhalb kurzer Zeit umgesetzt werden. Insbesondere wurden

  • die Grundlagen für eine koordinierte Netzplanung und eine Beschleunigung der Planungs- und Genehmigungsverfahren gelegt,

  • Maßnahmen für mehr Investitionssicherheit bei Offshore-Windparks und eine bessere Koordi­nierung mit dem Netzausbau ergriffen,

  • Möglichkeiten zur Markt- und Systemintegration erneuerbarer Energien verbessert sowie die Vergütungssätze für die Photovoltaik abgesenkt,

  • die Mittel für die Gebäudesanierung aufgestockt und

  • die Förderungsbedingungen der effizienten Kraft-Wärme-Kopplung attraktiver gestaltet.

Für die Steuerung und Koordinierung der Energiewende hat die Bundesregierung wirksame Strukturen und Arbeitsprozesse etabliert, die eine umfassende Beteiligung der betroffenen Akteure gewährleisten. Wesentliche Elemente sind ein Steuerungskreis auf Ebene der Staatssekretäre, halbjährliche Energiekonferenzen der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten, regelmäßige Konsultationen mit den Bundesländern und ein Dialog mit den verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren in der Netzplattform, dem Kraftwerksforum und in der Plattform Erneuerbare Energien.

Mehr Details:

Vertiefende Informationen zum Monitoring-Bericht finden Sie unter: http://bit.ly/1bbIYlc

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