Deutschland und die Zentralafrikanische Republik

Stand: November 2007

Die Beziehungen zur Bundesrepublik sind gut. Die Unterstützung Deutschlands auf dem schwierigen Weg zu demokratischen Wahlen im Frühjahr 2005 wird allgemein anerkannt. Auf zentralafrikanischer Seite wird eine Wiedereröffnung der 1997 aus Budgetgründen geschlossenen deutschen Botschaft als wünschenswert angesehen; zur Zeit gibt es in Bangui lediglich ein Verbindungsbüro der Deutschen Botschaft Jaunde.

Die gesamte, seit der Unabhängigkeit im Jahre 1960 bis Ende 1995 zugesagte deutsche Entwicklungshilfe für die ZAR, beläuft sich auf über 200 Mio. EUR. Die Zentralafrikanische Republik hat zum letzten Mal 1998/99 eine Zusage von 10 Mio. EUR für Technische Zusammenarbeit erhalten. Im Jahr 2000 beschloss die Bundesregierung, im Zuge der Konzentration der Entwicklungszusammenarbeit auf ca. 70 Partnerländer für die Zentralafrikanische Republik keine Neuzusagen für Entwicklungshilfeprojekte mehr zu machen, sondern die laufenden Projekte abzuschließen. Dennoch gibt es immer noch zahlreiche Projekte aus Restmitteln, besonders im Gesundheits- und Ressourcenschutzbereich.

Außerdem finanziert Deutschland immer wieder Humanitäre Hilfe für die Menschen in den von der Kämpfen betroffenen Regionen. Für die in der Zentralafrikanischen Republik stationierte Friedenstruppe FOMUC stellte Deutschland 2006/2007 zehn Fahrzeuge zur Verfügung. Der FOMUC ist eine Mission der Regionalorganisation CEMAC und wird größtenteils aus Mitteln der Europäischen Union finanziert. Umfragen zeigen, dass um die Standorte der FOMUC "Sicherheits-Oasen" entstehen.

Die deutsche Entwicklungshilfe für die Regionalorganisationen, deren Mitglied die Zentralafrikanische Republik ist, wie die CEMAC, die COMIFAC und die Konferenz der großen Seen, wird fortgeführt und ausgedehnt. Seit November 2007 gibt es einen deutschen Berater am Sitz der CEMAC in Bangui, der sich besonders mit Transparenz im Rohstoffabbau und Export befasst.

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